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Der Monat Dhulhiddscha und Kurban - 17. Juli 2020/ 26. Dhulqada 1441

Liebe Muslime,

 

Kommenden Mittwoch beginnt der ehrenvolle Monat Dhulhiddscha. In diesem Monat wird normalerweise die Verpflichtung zum Hadsch erfüllt, was uns dieses Jahr leider verwehrt bleibt; ebenso wird das Opferfest, der Kurban Bayrami begangen und die Bücher mit unserer amel, der Aufzeichnung unserer Taten, werden noch einmal durchgesehen, um dann geschlossen zu werden. Die Bedeutung dieser Tage unterstreicht Rasûlullâh (s.a.w.) mit dem folgenden Hadis-i Scherif: “Die Erdentage mit der meisten Fazilet, (den besonderen Vorzügen) sind die ersten zehn Tage des Monats Dhulhiddscha.“

So wie Händler und Geschäftsleute gewohnt sind, am Ende des Kalenderjahres ihre Bücher und Quittungen herauszuholen und ihre Jahresendabrechnungen zu machen, so sollten wir uns in diesem letzten Monat des Hidschra-Jahres auf unsere inneren Werte besinnen und uns Rechenschaft über uns selber ablegen.

 

Die ersten zehn Tage des Dhulhiddscha sind die sogenannten Leyâli-i Aschera, die gesegneten zehn Tage. Als Muslime sollten wir Wert darauf legen, diese Tage fastend zu verbringen. Wo das nicht möglich ist, sollte man sich bemühen, mindestens am achten und neunten Tag, dem sogenannten Arafat-Tag, also an Arefe zu fasten.

 

Hochgeschätzte Muslime,

 

der Kurban Bayrami ist nicht mehr weit. Zu den wesentlichen Aufgaben eines Muslims gehört es, den Kurban als Ibâdet selbst zu vollziehen und alles dafür zu tun, damit es auch andere vollziehen können. So sollten Muslime, die sich der Wichtigkeit dieser Aufgabe bewusst sind, jedem Muslim, den sie erreichen können vom Kurban erzählen, diesen zum Vollzug des Kurban anregen, und wenn es sein muß, ihn finanziell unterstützen, damit dieser seinen Kurban machen kann oder mit Menschen zusammenbringen, die ihm dabei helfen können.

Denn der Kurban ist nur ein kleines Erbe von der großen Prüfung, die İbrahim aleyhisselâm, İsmail aleyhisselam und unsere ehrenvolle Mutter Hâdscher gemeinsam bestanden haben. Die Prüfung von Ibrahim aleyhisselâm und Hazret Hâdscher bestand darin, dass sie das Leben ihres geliebten Kindes für Allâh Dschelle Dschelâluhû hergeben sollten und von Ismail aleyhisselâm war nichts weniger verlangt als sein eigenes Leib und Leben herzugeben. Alle drei haben ihre Verbundenheit mit Allâh gezeigt und haben so ihre persönliche Prüfung bestanden – eine wahrlich schwere Prüfung. Anstelle ihres eigenen Lebens schickte ihnen Hazret Allâh einen Widder und gebot ihnen, diesen zu opfern.

Und als Andenken an sie hat Allâh Teâla den Muslimen geboten den Kurban, die Opferung zu vollziehen – anstelle unseres eigenen Lebens und dem Leben unserer Kinder. Wer dieses Gebot Allâhs vollzieht, der hat Teilhabe am Lohn, den Ibrahim aleyhisselâm, Hazret Hâdscher und Ismail aleyhisselâm erworben haben. Nur so ist der Kurban eine Ibâdet, eine Form der Anbetung Allâhs.

 

Durch den Kurbanverein des Verbandes der Islamischen Kulturzentren sorgen wir schon seit Jahren dafür, dass der Kurban vieler Muslime in die entlegensten Regionen der Welt erreicht. Von dieser Opferung profitieren arme Menschen, aber vor allem Kinder und Jugendliche, die den Kur’ân und die islamische Lehre studieren. Dies ist unser Beitrag mit dem Kurban, die Dienste für den Kur’ân zu unterstützen und dafür zu sorgen, dass viele Kinder und junge Menschen den Kur’ân erlernen.

 

Es ist schon eine Besonderheit diese Kinder zu sehen, wie sie nach dem Essen für die Menschen, die ihnen dies ermöglicht haben, Duâs sprechen:

اللهم اغفر صاحب هذا الطعام والآكلين اللهم اجعل دولتهم دائما اولادهم عالما صالحا ولا تسلط عليهم ظالما

 

“O mein Allâh! Vergib denen, die dieses Essen spendiert und denen, die davon gegessen haben. O Allâh, lass ihre Glückseligkeit und Gaben ewig andauern und mache ihre Kinder zu Gelehrten und rechtschaffenen Menschen. Und verschone sie vor dem Zâlim, dem Ungerechten.”

 

Liebe Muslime,

 

der Kurban ist eine wertvolle und zweckdienliche Ibâdet und die Duâ dieser Schüler und Studenten des Kur’ân ist wahrlich etwas, wonach ein jeder von uns unbedingt anstreben sollte. Daher laden wir euch ein daran teilzuhaben und an der Kurban-Kampagne unserer Moschee teilzunehmen. Möge Allâh Teâlâ eure Kurban annehmen.

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KRM - Pressemitteilungen

Spirale des Hasses mit Frieden durchbrechen

Spirale des Hasses mit Frieden durchbrechen CMFD zu den Anschlägen in Frankreich und Österreich Ein Mann betritt eine Kirche in Nizza, ruft „Gott ist groß“ und sticht dann wahllos auf andere Besucher dieses Gotteshauses ein, die er nie zuvor gesehen hat. Welche Blasphemie. Was muss ein Mensch erlebt haben, um so weit herunterzukommen, um so sehr Gott zu verkennen. Als Christliche-Muslimische Friedensinitiative in Deutschland (CMFD) sind wir zutiefst betroffen und trauern um die Opfer der Gewalt von Paris und Nizza und jüngst in Wien.

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