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Gutes Tun und Takvâ (Frömmigkeit) -3. Nov. 2020/27. Rebîulewwel 1442

Sehr verehrte Muslime!

 

In meiner heutigen Hutbe spreche ich über “EILE BEI GUTEN TATEN UND GEGENSEITIGE HILFESTELLUNG BEI TAKV”, bei Frömmigkeit.

Dschenab-ı Hakk hat der Menschheit den Din des Islam als großes Geschenk anvertraut. Die größte Nîmet, die gößte Gabe in diesem Leben ist daher zweifellos mit dem Islam beehrt zu sein, an die Werte und Themen, die wir vom Islam gelernt haben, zu glauben, uns den Geboten Allâhs hinzugeben und von Seinen Verboten Abstand zu halten. Dazu gehört auch, dass wir die Sunna Rasûlullâhs (s.a.w.) feste umklammern und den Kur'an-ı Azîmü’ş-Şân lernen und unseren Beitrag dazu leisten, damit andere es auch erlernen und danach leben können. Um es auf den Punkt zu bringen: Der Muslim sollte sein Leben so gestalten, dass er das Wohlgefallen Allâhs, also die Rızâ-i Ilâhî erlangt, damit er in die Âhiret mit Îmân-ı Hakîkî hinüberwechseln kann.

                Um dies zu schaffen, hat der Islam immerzu gegenseitige Hilfe und Solidarität empfohlen. In der Sûre el-Mâide (Vers 2) heißt es dazu umschrieben: “Und helft einander in gerechten, guten Taten und in Takvâ, Frömmigkeit.”

Das Wort “el-birr” in diesem Vers, das mit “gute Taten” wiedergegeben wird umfasst gutes Tun, die beste und vollkommenste Wohltat, Allahs Barmherzigkeit, Seine Güte, Wohlwollen und Dschennet.

Der Begriff “Takvâ” wird in den islamischen Tefsîrwerken wie folgt erklärt: “Im Kur'ân-ı Kerîm gibt es drei Stufen der Takvâ. Bei der ersten Stufe hält sich der Mensch fern von Schirk, das heißt von Beigesellung. So reiht er sich unter die Gläubigen und schütz sich vor der ewigen Bestrafung. In der zweiten, der nächsthöheren Stufe hält sich der Mensch gänzlich fern von großen Verfehlungen, vermeidet, so gut es geht, auch die kleinen Verfehlungen und praktiziert alle Farzgebote. In der dritten Stufe wendet sich der Mensch ab von allen Dingen, die sein Herz beschäftigen können und die ihn Allâh Teâlâ vergessen lassen und widmet sich vollständig Allâh. In der Sûre Âli Imran heißt es hierzu: “O ihr, die ihr den Îmân verinnerlicht habt, praktiziert Ehrfurcht vor Allâh in gebührender Weise…” Die in der Âyet-i Kerime vorkommende Formulierung (حق تقاته), die wir mit “Takvâ in gebührender Weise” übersetzt haben, beschreibt die oben genannte dritte Stufe.”

 

 

 

 

 

 

In der eingangs vorgetragenen Âyet-i Kerîme in der Sûre Âl-i İmran heißt es: “Und wetteifert nach der Vergebung eures Herrn und nach einem Dschennet, dessen Breite der von Himmel und Erde entspricht, der für die Gottesfürchtigen vorbereitet ist. Das sind jene, die Spenden geben, ob es ihnen gut oder schlecht geht, die ihren Groll unterdrücken und den Menschen verzeihen. Gott liebt diejenigen, die das Gute tun.”

Rasûlullâh (s.a.w.) spricht in einem Hadîs-i Scherîf: “So beeilt euch viel Sâlih Amel (also gute Taten) zu verrichten. Denn bald werden Fitna und Zwietracht (auf euch) hereinbrechen, so wie die Dunkelheit der Nacht. In jener Zeit wird der Mensch als Mü’min den Morgen beginnen und  als Kâfir in den Abend gelangen. Oder er wird als Mü’min den Abend erreichen und als Kâfir den Morgen beginnen. Und er wird seinen Dîn (den Islam) für wenig Geld verkaufen.”

 

               

Liebe Muslime,

 

viele Âyet-i Kerîmes und Hadîs-i Scherîfs empfehlen den Muslimen Eile walten zu lassen in der Verrichtung von guten und rechtschaffenen Taten. Daher sind wir Muslime aufgefordert, bei Wohltaten und im Dienst auf dem Wege Allâhs klug und aufgeweckt zu handeln und die sich bietenden Gelegenheiten nicht verstreichen zu lassen. Muslime sollten sich in allen Taten und Handlungen die zur zâ-i Ilâhî führen gegenseitig Hilfe und Unterstützung geben und hierin auch in Wettbewerb zueinander treten.

 

Dabei sollten wir nicht aus den Augen verlieren, dass jener, der zum Guten anstiftet und der mit einer vorbildlichen Tat die Menschen dazu bringt Salih Amel zu praktizieren, denselben Lohn erhält wie jene, die er dazu angeregt hat. Dazu heißt es in einem Hadîs-i Scherîf: “Wer zu Hayr, zur Wohltat, anstiftet, erlangt denselben Lohn, wie jener der es verrichtet.”

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KRM - Pressemitteilungen

Spirale des Hasses mit Frieden durchbrechen

Spirale des Hasses mit Frieden durchbrechen CMFD zu den Anschlägen in Frankreich und Österreich Ein Mann betritt eine Kirche in Nizza, ruft „Gott ist groß“ und sticht dann wahllos auf andere Besucher dieses Gotteshauses ein, die er nie zuvor gesehen hat. Welche Blasphemie. Was muss ein Mensch erlebt haben, um so weit herunterzukommen, um so sehr Gott zu verkennen. Als Christliche-Muslimische Friedensinitiative in Deutschland (CMFD) sind wir zutiefst betroffen und trauern um die Opfer der Gewalt von Paris und Nizza und jüngst in Wien.

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