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Methoden der Erziehung - 05. Juni 2020/13. Schawwal 1441

Liebe Muslime,

 

Kinder sind Hoffnung sowohl für ihre Eltern als auch für eine ganze Gesellschaft. Bei ihrer Erziehung ist es daher eminent wichtig auf die Vorgaben der islamischen Lehre wert zu legen und auf die guten kulturellen und traditionellen Erfahrungen zurückzugreifen. Denn zwischen einem Kind das gar keine Erziehung geniesst und einem das inhaltlich und methodisch falsch erzogen wird, gibt es keinen wesentlichen Unterschied. Vom Ergebnis her ist eine Erziehung durch eine Person die nichts weiß und eine Person die es falsch weiß identisch. Die Kinder beider Personen tragen den gleichen Schaden davon.

Wenn wir uns bei der Erziehung unserer Kinder auf Prinzipien und Werte des Islâms konzentrieren, gewinnen wir sie sowohl für diese Welt, als auch für die Âhiret, für die jenseitige Welt.

Dschenab-i Hakk spricht in der Sure et-Tahrim in Âyet 6: “O Ihr, die ihr den Îmân verinnerlicht habt! Schützt euch selbst und eure Angehörigen vor einem Feuer, dessen Brennstoff die Menschen und die Steine sind. Über ihm (dem Feuer) befinden sich harte und strenge Engel, die sich Allah niemals in dem widersetzen, was ER ihnen gebietet. Und sie führen das aus, was ihnen befohlen wird.”

 

Geschätzte Muslime!

 

Bei der Erziehung ist es wichtig, uns auf die Gedankenwelt und das Verständnis der Kinder einzustellen, mit einer dem Kind gerechten Sprache, aber voller Weisheit zu sprechen. Einem Kind versuchen etwas beizubringen, ohne dabei auf Alter und seine Aufnahmefähigkeit zu achten, verursacht mehr Schaden als es Vorteile bringt. Daher ist es ein islamisches Prinzip und zugleich allgemeine Weisheit, zu den Menschen nach dem Grade ihres Verstandes beziehungsweise Verständnisses zu sprechen.

So heißt es im Hadîs-i Scherîf: „Spricht zu den Menschen ihrem Verstand entsprechend.“

Möchte man die Kinder diszipliniert erziehen, so ist Ernsthaftigkeit und Güte angebracht, nicht Strenge und Zorn. Anstatt ihnen Angst zu machen, ist es für uns eine Aufgabe sie mit Liebe und Zuneigung zu erziehen. Sie sollen uns lieben, nicht vor uns Angst haben.

Darüber hinaus ist es erforderlich, Kinder von schlechtem Umgang und schlechtem Umfeld fernzuhalten. Auch darf man als Eltern niemals die Kommunikation, das Gespräch mit den Kindern mit guten Ratschlägen vernachlässigen.

 

Beim Umgang mit Kindern sollte der ausgestreckte Zeigefinger oder gar die Drohung und verächtliche Behandlung keinen Platz in unserem Leben haben. Stattdessen ist das behutsame Geleiten zum Guten und die Wohlerziehung das Maß, an das wir uns zu halten haben.

Wenn ein Fremdkörper im Auge ist, holt man es behutsam heraus. Man entfernt nicht das ganze Auge. Den Fremdkörper vom Auge nicht rauszuholen, ist aber auch keine richtige Entscheidung. Denn Nachlässigkeit führt zu Schaden, Voraussicht und Befriedung zu Gutem.

Wenn andererseits Kinder Fehler machen, soll man nicht so tun, als würde man es nicht gesehen haben. Dies ebnet den Weg zu größeren und schwerwiegenderen Fehlern bei Kindern. Ein zeitnahes Gespräch und die richtige Wortwahl verhindert viel größeren Schaden beim Kind selbst, im Umfeld und somit auch in der Gesellschaft.

Mutter und Vater sollten ihren Kindern beibringen was gut und was schlecht ist, in ihrer Gegenwart gute Menschen und gutes Verhalten loben und schlimmes Verhalten kritisieren. Wenn Kinder das hören, werden sie sich unweigerlich der Richtung ihrer Eltern hingeben, sich gute Taten und gutes Verhalten aneignen und gute Menschen erkennen und sie schätzen lernen.

 

Vergessen sollten wir auf keinen Fall, dass unsere Kinder unsere Zukunft sind. Vernachlässigen wir sie, vernachlässigen wir auch unsere Zukunft - als einzelne Menschen und als Gesellschaft.

 

Meine Hutbe möchte ich mit einem Hadîs-i Scherif beenden:

“Erzieht eure Kinder mit (diesen) drei Eigenschaften: Die Liebe zu eurem Gesandten, die Liebe zu seiner Ehl-i Beyt (seinen Nachkommen) und die Rezitation des Kuran-ı Kerim. In der Tat werden die hamalat al-qur’an, (also jene, die sich dem Kur‘ân widmen,) unter einem Schatten zusammen mit den Gesandten und Auserwählten Allâhs verweilen, an einem Tag, an dem es keinen anderen Schatten gibt, als den Schatten (des Thrones) Allâhs.”

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KRM - Pressemitteilungen

Spirale des Hasses mit Frieden durchbrechen

Spirale des Hasses mit Frieden durchbrechen CMFD zu den Anschlägen in Frankreich und Österreich Ein Mann betritt eine Kirche in Nizza, ruft „Gott ist groß“ und sticht dann wahllos auf andere Besucher dieses Gotteshauses ein, die er nie zuvor gesehen hat. Welche Blasphemie. Was muss ein Mensch erlebt haben, um so weit herunterzukommen, um so sehr Gott zu verkennen. Als Christliche-Muslimische Friedensinitiative in Deutschland (CMFD) sind wir zutiefst betroffen und trauern um die Opfer der Gewalt von Paris und Nizza und jüngst in Wien.

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