NEUE VERBANDSZENTRALE

 

Gebetskalender

Sitemap

 

SPENDEN

 

 

GEMEINDEPORTAL

 

 

HADSCH UND UMRA

 

 

STERBEFONDS

 

BUCHHANDEL

Melatenerweg 18
50825 Köln
www.camlicakitap.de

Sıla-i Rahim – Die Pflege der Verwandschaftsbeziehungen 19. Juni 2020/ 27. Schawwal 1441

Der Islam misst dem gesellschaftlichen Zusammenleben der Menschen einen sehr hohen Stellenwert. Sie sollen miteinander kommunizieren und dadurch die Gemeinschaft stärken. Grundlage für ein gut funktionierendes Zusammenleben sind Aufrichtigkeit, Tevazu, also Bescheidenheit, gegenseitige Hilfe, Respekt und Herzenswärme.

Verwandte aufsuchen, Bekannte und Nachbarn besuchen, nach ihrem Befinden fragen, an ihrer Freude und an ihren Problemen und an ihrem Leid teilhaben, den direkten Verwandten aushelfen: Das ist Sıla-i Rahim und ist wesentlicher Bestandteil der Achlâk und Tugend eines Muslims.

 

Verehrte Muslime,

Sıla-i Rahim, die Pflege der Verwandschaftsbeziehungen ist eine islamische Pflicht. Es ist auch ein wichtiges Werkzeug, um viele Probleme zwischen Verwandten zu lösen. Die einfachste Sıla-i Rahim ist Verwandte mit freundlichen Worten und einem Lächeln im Gesicht zu begegnen, wenn man sich begegnet, sich zu begrüßen, es nicht zu versäumen, sie gelegentlich nach ihrem Befinden zu fragen, über sie immer in Gutem zu denken und ihnen nicht mit Misstrauen zu begegnen und ihnen Hayr, Gutes zu wünschen.

 

Auch gehört es zur Sıla-i Rahim, die engsten Verwandten in bestimmten Abständen aufzusuchen und ihnen bei Not zur Seite zu stehen. Vor allem ältere Personen sollten nicht vernachlässigt werden, man sollte sie in bestimmten Zeitabständen aufsuchen oder anrufen und ihnen ihre Besorgungen machen, respektive ihre Arbeit abnehmen.

Unter den vielen guten Eigenschaften unserer hohen Kultur, die wir vom Islâm bekommen haben und die wir langsam aber sicher verlieren, befindet sich bedauernswerterweise auch die Sıla-i Rahim.  Die Verbundenheit zwischen Verwandten ist sehr schwach geworden. Die neu heranwachsenden Generationen kennen ihre Verwandten nicht mehr – weil die Elterngenerationen, also wir, ihnen dies nicht aktiv beigebracht haben.

 

Trotz allem, welche Probleme wir auch durchleben - ob nun soziale, wirtschaftliche oder kulturelle - nichts sollte uns Muslime davon abhalten dieser Pflicht nachzugehen. Denn sowohl der Kuran-ı Kerîm als auch die Sunna unseres Nebî Aleyhisselam sprechen hierzu eine eindeutige Sprache.

 

Rasûlullâh (s.a.w.), der edelste unter den Menschen, hat in vielen Hadis-i Scherifs offen ausgesprochen, wie schlimm es ist die Verwandten, hier insbesondere die Eltern zu vernachlässigen oder die Verbindung zu ihnen gar abzubrechen. So heißt es zum Beispiel:

“Wer an Allah und an den Kıyamet-Tag glaubt, soll seinen Gast gut bewirten. Wer an Allah und an den Kıyamet-Tag glaubt, soll die Sıla-i Rahim vollziehen.“

“Wer die Beziehung zu seinen Verwandten abbricht gelangt nicht in die Dschennet.“ (Buhari, Edeb, 11.)

 

 “Wer in Wohlstand leben möchte und ein langes Leben haben will, soll sich um seine Verwandten kümmern.“

 “Eines solltet Ihr wissen: Solange es in eurer Gemeinschaft Menschen gibt, die die Beziehung zu ihren Verwandten abgebrochen haben, wird diese Gemeinschaft nicht mit der Rahmet, also der Gnade Allâhs belohnt werden.“ (Et-Terğib vet-terhib,5/164)

 

Liebe Muslime,

ich habe in der Kürze der Zeit versucht die Wichtigkeit der Beziehungen zu Eltern, Geschwistern und anderen Verwandten darzustellen. In den kommenden Tagen und Wochen beginnen in Europa die Ferien. Viele von Euch werden trotz der schwierigen Situation, die wir zurzeit erleben, auch Sıla-i Rahim machen und eure Familien und Verwandten in den Herkunftsländern besuchen. Eines möchte ich euch von hier aus doch noch mit auf den Weg geben: Definiert euren Urlaub als Sıla-i Rahim. Erst dann werden eure Anstrengungen auf dem Weg dorthin, jeder Schritt und jeder Atemzug zu Ibâdet, zu einem Mittel um Allahs Rızâ, Sein Wohlgefallen zu bekommen.

 

„Wahrlich, Allâh gebietet Gerechtigkeit, Gütigkeit und Freigiebigkeit gegenüber den Verwandten; Er verbietet das Schändliche, das Verwerfliche und die Gewalttätigkeit. ER ermahnt euch, auf dass ihr nachdenken möget.“ (Sûre Nahl 16/90)

 

Liebe Muslime,

an diejenigen unter euch, die dieses Jahr nicht wegfahren, noch diese Erinnerung. Nutzt diese Ferientage um euren Kindern den Kur’ân-ı Kerîm beibringen zu lassen. Spricht hierfür mich oder andere Beauftragte in unserer Moschee an. Übrigens nicht nur die Kinder, auch Erwachsene können den Kur’ân-ı Kerîm lesen lernen oder auch das früher Gelernte verbessern. Auch hierfür könnt ihr mich oder die anderen Kollegen ansprechen.

Zurück

KRM - Pressemitteilungen

Spirale des Hasses mit Frieden durchbrechen

Spirale des Hasses mit Frieden durchbrechen CMFD zu den Anschlägen in Frankreich und Österreich Ein Mann betritt eine Kirche in Nizza, ruft „Gott ist groß“ und sticht dann wahllos auf andere Besucher dieses Gotteshauses ein, die er nie zuvor gesehen hat. Welche Blasphemie. Was muss ein Mensch erlebt haben, um so weit herunterzukommen, um so sehr Gott zu verkennen. Als Christliche-Muslimische Friedensinitiative in Deutschland (CMFD) sind wir zutiefst betroffen und trauern um die Opfer der Gewalt von Paris und Nizza und jüngst in Wien.

Weiterlesen …