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Wache halten auf dem Wege Allahs - 04. Sept. 2020/16. Muharrem 1442

Sehr verehrte Muslime!

 

Allâh Dhüldschelâl we’l-kemâl sandte unseren Propheten (s.a.w.), den Hâtemü’l-Enbiyâ, das Siegel der Propheten, als Barmherzigkeit für alle Welten, zu einer Zeit, als Menschen in der Dunkelheit der Ignoranz herumirrten und sich von Wahrheit und Gerechtigkeit entfernten. Mit Hilfe Allâhs führte das hervorragende Vorbild der Barmherzigkeit (s.a.w.) Menschen, die sogar imstande waren, neugeborene Mädchen bei lebendigem Leibe zu begraben, hin zu Îmân und Ahlâk, Glauben und Moral, das ihnen ermöglichte, auf dem Wege Allahs mit Herz und Blut zu dienen.

 

Während der Verkündung und der Festigung des Din-i Dschelil-i Islam, waren sowohl Rasûlullâh (s.a.w.) als auch die Ashab-ı Kirâm (r.anhüm) unvorstellbarem Druck, Leid, Unterdrückung und Angriffen ausgesetzt.

 

Aus diesem Grunde ist es für uns Muslime, die für Recht und Wahrheit einstehen, geradezu eine Verpflichtung wachsam zu sein. Diese Verpflichtung besteht auch für die Bewahrung und den Schutz von Dîn, Îmân, Nâmus und den Werten des Islams. Mit anderen Worten: Es ist unsere Pflicht auf dem Wege Allâhs Wache zu halten. Im Kur’ân-ı Kerîm und in den Hadîs-i Scherîfs wird dieses „Wachen“ und „Aufpassen“ mit den Worten “Rabita und Ribat” umschrieben. In diesem Zusammenhang heißt es in der letzten Âyet (200) der Sûre Âl-i İmrân: “O die ihr den Îmân verinnerlicht habt, seid geduldig und wetteifert in Geduld (und Standhaftigkeit mit euren Feinden), seid (bereit und) wachsam und fürchtet Allâh, auf daß ihr Erfolg habt.”

 

Das Wort رابطوا  in dieser Âyet wird wie folgt interpretiert: “O die ihr den Îmân verinnerlicht habt, wechselt euch ab im Wachehalten, seid in Ribat, in einem Zustand der Wachsamkeit. So wie ihr euch hinter dem Imam aufstellt und gemeinschaftlich das Gebet verrichtet, so haltet fest zusammen und konzentriert euch auf eure Aufgabe… Dieses Wort hier wird angelehnt an die Redewendung “rabt al- hayl”. Rabt al-hayl bedeutet “sein Pferd festbinden und nach dem Feind Ausschau halten.” Die Art und Weise wie man dies macht, ändert sich natürlich, je nach Zeit und Bedingungen.

Es gibt sehr viele Hadîs-i Scherîfs, die über die Vorzüglichkeit von Ribat, dem Wachen auf dem Wege Allahs, künden. So heißt es in einem Hadîs-i Scherîf in Sahih al-Muslim:  “Einen Tag und eine Nacht auf dem Wege Allâhs Wache zu halten, ist wertvoller als einen Monat lang Nafile-Gebete zu verrichten und zu fasten. Wenn jemand auf dem Wege Allâhs Wache hält und dabei stirbt, so erhält er fortdauernd den Lohn für diese Tat, findet Bewirtung durch Allâh und wird sicher vor den Intrigen des Scheytans sein.“

In einem anderen Hadîs-i Scherîf heißt es: “Das rituelle Gebet, das man während der Wache auf dem Wege Allâhs verrichtet, ist zwei Millionen Gebeten  ebenbürtig.”

Aus dem Blickwinkel des Tasawwuf, also der islamischen Mystik, wird die oben zitierte Âyet in der folgenden Weise interpretiert: In dieser Âyet gibt es das Gebot Wache zu halten gegenüber den Feinden Allâhs. Hier gibt es zwei Arten von Feinden. Der eine ist jener Feind, über den wir oben gesprochen haben. Der andere und gleichzeitig der schlimmste Feind hingegen ist die Nefs-i Emmare, also jenes Wesen das wir im Deutschen mit “Triebseele” versuchen zu umschreiben. Verliert der Mensch den Kampf gegen diesen inneren Feind, verliert er nicht einfach sein irdisches Leben, sondern - Allâh bewahre-  sein ewiges Leben in der Âhiret. Als unser Prophet von dem Tabuk-Feldzug zurückkehrte, wies er auf diesen Umstand hin mit den Worten: “Wir sind von einem kleinen Dschihad zu einem großen Dschihad zurückgekehrt. Der große Dschihad ist der Kampf des Menschen mit seiner Nefs.” Wenn demnach das Wachehalten und die Wachsamkeit gegenüber den Feinden, die einem nach dem materiellen Leben trachten, eine Pflicht ist, dann ist es mindestens genauso eine Pflicht Wache zu halten und ständig wachsam zu sein gegenüber dem Feind, der einem nach dem ewigen Leben trachtet. Und Ribat, sprich Wachehalten gegen die Nefs heißt bekanntlich in der mystischen Tradition Rabıta-i Scherife.

Liebe Muslime,

wie wir gesehen haben ist die Gefahr und die damit einhergehende Aufgabe für uns Muslime sehr groß. Heutzutage bedeutet “Wachehalten auf dem Wege Allâhs”, sich aus tiefstem Herzen mit Rasulullah (s.a.w.) verbunden zu fühlen und dabei dem Weg der Ehl as-Sunna we’l-Dschemaa zu folgen, die Grundlagen und das Wissen um den Islam zu erlernen und sie dann weiterzugeben, darüber hinaus Generationen zu erziehen, die die Mukaddesat, die Heiligtümer des Islam und seine Ehrenleute respektvoll behandeln; die obendrein bewußt und aus eigenem Antrieb sich für den Islam einsetzen und die gleichzeitig mit der besten Ahlâk, mit den besten Charaktereigenschaften ausgestattet sind und den Kampf mit der Nefs, der “Triebseele” nicht scheuen.

Bei dieser Gelegenheit lassen Sie uns mit Ehrfurcht, Respekt und Dankbarkeit derer gedenken und beten, die sich die Erziehung der oben genannten Generationen zur Aufgabe und zum Lebenswerk gemacht haben, die sich für diese Sache tagein und tagaus verausgabt haben, die als Vorbilder uns geleitet haben und denen wir als Muslime so viel zu verdanken haben.

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KRM - Pressemitteilungen

Spirale des Hasses mit Frieden durchbrechen

Spirale des Hasses mit Frieden durchbrechen CMFD zu den Anschlägen in Frankreich und Österreich Ein Mann betritt eine Kirche in Nizza, ruft „Gott ist groß“ und sticht dann wahllos auf andere Besucher dieses Gotteshauses ein, die er nie zuvor gesehen hat. Welche Blasphemie. Was muss ein Mensch erlebt haben, um so weit herunterzukommen, um so sehr Gott zu verkennen. Als Christliche-Muslimische Friedensinitiative in Deutschland (CMFD) sind wir zutiefst betroffen und trauern um die Opfer der Gewalt von Paris und Nizza und jüngst in Wien.

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