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Zuneigung für jene die Allâh lieben - 29. Mai 2020/06. Schawwal 1441

Liebe Muslime,

in meiner Hutbe spreche ich heute über die Liebe zu jenen Menschen, die die Liebe Allâh Teâlâs erfahren haben.

Als Rasûlullâh (s.a.w) anfing den Dini Dschelil Islâm zu verkünden, beschuldigten ihn die Müschrikûn, also die Gegner der Muslime in Mekka, an erster Stelle sein eigener Onkel Ebû Leheb und manche der einflußreichsten Personen der Stadt, der Lüge und bedrängten ihn ständig mit immer neuen Drohungen und sogar Verfolgungen, seiner Sache abzuschwören. All das, obwohl sie ihn seit seiner Kindheit kannten, seine Ahlâk schätzen gelernt hatten und seine absolute Vertrauenswürdigkeit immer wieder betonten. Aber Rasulullah (s.a.w.) begegnete dem Leid und den Nachstellungen durch die Mekkaner mit Sabr, Geduld und Standhaftigkeit, gab sich die größtmögliche Mühe, damit diese zu Îmân, zum Glauben finden und hat niemals ihr Verderben gewünscht – so wie wir es alle von den Ereignissen in der Stadt Tâif kennen.

Gleichzeitig öffnete Dschenâb-ı Hakk die Herzen vieler Menschen (mit Nasîb) gegenüber dem Islâm, allen voran unsere ehrenvolle Wâlide Hazret Hadidsche, dann Hazret Ebu Bekir, Hazret Ali, Hazret Bilal (radiyallâhü anhüm edschmeîn) und bescherte sie mit der Hidâyet, der Rechten Leitung zu Allâh Sübhânehû ve Teâlâ. Aber die Feindschaft der Müschrikûn gegenüber Rasûlullâh und seinen Ashâb wurde schlimmer und die Muslime litten unter den Verfolgungen und der daraus entstehenden Not. Nur der Trost durch die Âyet-i Kerimes, die Allâh herabsandte, konnte Seinem Habîb-i Edîb Kraft und Wegweisung verleihen. Mal gebot Allâh standhaft zu sein und Sabr zu praktizieren und mal sich gezielt zu wehren. Aber immerzu war die Botschaft klar: Der Islâm wird in naher Zukunft obsiegen. Und so geschah es dann auch. Nach langen Jahren der Unterdrückung in Mekka und der Verteidigung in Medine, war es Rasûlullâh (s.a.w.) mit Hilfe Allâhs gelungen, mit zehntausend Weggefährten ohne Blutvergießen in Mekka einzuziehen. Dies war für die Muslime eine Befreiung und ein grandioser Sieg zugleich. Diesem Feth Mutlak folgte kurze Zeit später der Abschied Resûlullahs (s.a.w.) von dieser Welt.

In dieser nur 23 Jahre währenden Asr Seâdet, der Ära des Glücks, ist der Grundstein für die Hizmet, den Dienst für den Islâm bis zur Kıyâmet gelegt worden. Rasûlullâh (s.a.w.) hat mit der izn-ü inâyet, das heißt mit der Erlaubnis und Hilfe von Allâh Azze ve Dschelle den Grundstein für den “Weg von Ilm und Weisheit” gelegt, in dem er sehr viele von den Ashâb Kirâm zu Gelehrten – zu Ulemâ- erzogen hat; gleichzeitig hat er mit den Ashâb es-Suffe den Grundstein für den „Weg der Mâneviyat“, also der Spiritualität gelegt. Allein so konnten die „Lehren des Islams“ und die Nûr-i Ilâhî bis heute überdauern und ihren Weg in die Herzen der Menschen (mit Nasîb) finden. In all den Jahrhunderten haben sich unsere Ulemâ und Evliyâ unter größtmöglichen Entbehrungen für die Hizmet-i Islam, also den Dienst auf dem Wege Allâhs sprichwörtlich aufgeopfert – so wie Rasûlullâh (s.a.w.) selbst. Sie schafften dies einzig und allein mit der aufrichtigen Hingabe an die Sünnet-i Seniyye von Rasûlullâh; und mit unermüdlichem Fleiß. 

Auf uns Muslime heute kommt deshalb eine sehr gewichtige Aufgabe zu: Diese unsere Ulemâ und Evliyâ haben es verdient, wegen ihrer Anstrengungen auf dem Wege Allâhs respektiert, geliebt und mit guten Worten bedacht zu werden.  Daher, verehrte Muslime, sollte es uns ein Gebot sein, diesen Menschen gegenüber Muhabbet und Zuneigung zu empfinden und den Wunsch zu hegen an ihrer Seite zu sein –  in jedweder Hinsicht. Diese Muhabbet, diese Liebe zu den Ulemâ und Evliyâ ist derart wichtig, dass Rasül-i Ekrem (s.a.w.) dazu in folgendem Hadis-i Scherif klar und deutlich formuliert: “Der Mensch ist mit dem zusammen, den er liebt”. Wer also einen Âlim, einen gelehrten Imâm oder einen Velî liebt, diesem folgt, ist automatisch mit diesem zusammen. Hierzu heißt es in der Sûre al-Isrâ: “Gedenke des Tages, an dem Wir alle Menschen zusammen mit ihren Imâmen (ihren Anführern) vorladen werden.”[1]

Und gerade aus diesem Grunde verkündet Allâh Sübhânehû ve Teâlâ in vielen Âyet-i Kerîmes mit welcher Art von Leuten ein Mensch verkehren sollte. Zum Beispiel heißt es in der Sûre et-Tevbe: “O die ihr den Îmân verinnerlicht habt, praktiziert Ehrfurcht vor Allah und seid mit den Sâdikun, den Aufrichtigen (zusammen).”[2] In den Tefsîrwerken zu dieser Âyet-i Kerime steht die folgende Erklärung: “Mit eurem Îmân, mit eurem Ehrenwort oder auch mit eurem Islâm seid immerzu mit den Sâdikûn, entfernt euch ja nicht von ihrer Gesellschaft und sucht ihre Freundschaft. Seid wie sie, aufrecht in eurem Wesen, aufrecht in eurem Wort und aufrecht in euren Werken! Folgt ihnen!



[1] İsra Suresi, 71

[2] Tevbe Suresi, 119

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KRM - Pressemitteilungen

Spirale des Hasses mit Frieden durchbrechen

Spirale des Hasses mit Frieden durchbrechen CMFD zu den Anschlägen in Frankreich und Österreich Ein Mann betritt eine Kirche in Nizza, ruft „Gott ist groß“ und sticht dann wahllos auf andere Besucher dieses Gotteshauses ein, die er nie zuvor gesehen hat. Welche Blasphemie. Was muss ein Mensch erlebt haben, um so weit herunterzukommen, um so sehr Gott zu verkennen. Als Christliche-Muslimische Friedensinitiative in Deutschland (CMFD) sind wir zutiefst betroffen und trauern um die Opfer der Gewalt von Paris und Nizza und jüngst in Wien.

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